Mittwoch, 9. August 2017

1.+2. Tag - Anreise und mehr...

Letztes Wochenende war bereits ordentlich "Vorpacken" angesagt,  so dass Dienstagmorgen nur noch gefrühstückt und die letzten Kleinigkeiten zusammen gesucht werden mussten. Rucksäcke ins Auto, Schlüssel zu den Nachbarn, letzte Post weg und ab Richtung Flughafen - diesmal dankenswerterweise ohne Spontanstau auf der A7, der die Herzen unnötig höher schlagen lässt (s.u.).


Vorher noch schnell bei ganz lieben Menschen, denen in der Nacht zuvor Nachwuchs beschert wurde im Krankenhaus vorbei (nochmal unseren herzlichen Glückwunsch Ihr Lieben!), Geburtstagsbesuch bei den Eltern/Schwiegereltern in Norderstedt und mit dem Familientaxi zum Helmut-Schmidt-Flughafen, wie der Hamburg Airport sich ja nun nennen darf.

Eingecheckt waren wir schon, daher mussten wir nur noch schnell die großen Rucksäcke (eingewickelt in Frischhaltefolie) aufgeben. Danach Sicherheitskontrolle, Verwandtschaft zufällig auf dem Weg zum Gate treffen und Passkontrolle.
Relativ pünktlich startete das Boarding und 20 Minuten später saßen wir auf unseren Plätzen in der 777-300er Boing der Emirates. Ganz schön großer Brummer,  wenn man beruflich nur mit Cityhoppern unterwegs ist...


Nachdem wir mit G&T, Bierchen und natürlich viel Wasser dem Tod durch Dehydration dank Hochleistungsklimaanlage vorgebeugt haben, wurde das Entertainment-Programm in der Kopflehne des Vordersitzes durchforstet. Es ist wirklich unglaublich: das Musik- und Videoangebot eines bekannten Onlineversands, der wie ein bekannter südamerikanischer Fluss klingt, scheint dagegen ein Lacher zu sein. In jedem Fall würde man locker von der Erde bis zum Mars fliegen können und würde noch nicht durch alle Filme durch sein.

Anmerkung Susanne *grins*:


Es war also reichlich kurzweilig und noch ehe das Chicken-Curry, das es auf dem Flug gab, verdaut war, landeten wir in Dubai, dem Drehkreuz von Emirates, das uns mit lächerlichen 40 (in Worten v-i-e-r-z-i-g) Grad Außentemperatur empfing. Nach 25°C in Hamburg und 20°C im Flieger kam einem der Weg von der Kabinentür bis zum Bus doch länger vor als er in Wirklichkeit war.


Nach ca. 20-30 Minuten Busfahrt im nächtlichen Dunkel (Ortszeit +2 Std >>> 00:30), vorbei an riesigen Terminals aus geschwungenen Stahlbögen-Glas-Konstruktionen, konnten wir uns die Beine noch eine Weile im Transferterminal vertreten - nicht ohne diversen Wacken-Abreisern zu begegnen.


Dann ging es wieder an Bord des A380, der uns in weiteren sechs Stunden Flug bis nach Bangkok bringen sollte. Dabei wäre sogar ein Upgrade für einen von uns in die Business Class drin gewesen, was wir dann jedoch verworfen haben, um zusammen zu bleiben. Im Vergleich zur Boing 777-300 war es dann auch deutlich komfortabler, was das Platzangebot angeht.

Kurz vor der Landung um 12:30 Ortszeit (+ 5 Std) gab es noch ein Frühstück und dann sind wir nach Bangkok reingesegelt. Dort gab es ordentlich Schlangestehen bei der Einreise/Passkontrolle - dafür war hinterher unser Gepäck schon laaange da und es gab einen tollen Blick auf den parkartigen Flughafengarten.


Anschließend ging es mit dem Zug in die Stadt und mit dem Tuk Tuk über das Bangkok-Office meines Arbeitgebers zur vorgebuchten Unterkunft,...


die sich in Spuckweite der Sao Ching Cha, der Großen Schaukel, befindet.

Stau ist kein Wort  für das, was wir hier miterleben durften! 


Normalerweise ist, je nach Tageszeit und somit Hauptverkehrsrichtung, die Mehrzahl der Spuren, bspw. 5 zu 1, entsprechend aufgeteilt. Hier und da stehen wild gestikulierende und per-ma-nent trillerpfeifende Verkehrspolizisten an neuralgischen Punkten, was jedoch nicht viele der anderen Verkehrsteilnehmer zu stören scheint. Außerdem können wahlweise ein Bus, zwei Pkws, drei Tuk Tuks oder 5 Motorroller eigemächtig eine neue Spur in ihrer jeweiligen Fahrtrichtung dem Gegenverkehr abluchsen...Fazit: wer Vorfahrt gewährt, der Verliert (bleibt einfach stehen). 

Pünktlich mit Ankunft auf dem Zimmer setzte ein zweistündiger Dauerregen (es ist Regenzeit) ein.
Nach einer Dusche und etwas Ruhe, trieb uns Hunger und Neugier in die nächtlichen Straßen von Bangkok, wo wir uns Fleischspieße, Bananenteigtaschen und frisches Obst gegönnt haben.


Und ja, wir haben auch einen Abstecher auf den Ballermann von Bangkok gewagt: einmal Khao San Road (halb) rauf und runter.


Was soll ich sagen: bunt, laut, doppelt so teurer wie die Straßenstände um die Ecke. Dafür aber lauter "Originale" in den Läden. Ich schätze nur die Hitze, von immerhin noch 30 Grad, hat den Junggesellenabschied mit Hasenkostüm oder Schlimmeres verhindert.

Anmerkung Susanne: ich bin/war echt entsetzt! Ok ich war nun seit 17 Jahren nicht mehr da, aber die Khao San Road hat sich so krass verändert und wirklich nicht zum Guten... wuuaahh ich bin froh dass ich noch das lustige und nette Treiben von früher erlebt habe... heute ist es wirklich nur noch Ballermann und Abzocke... schade schade!

Vorbei an zwei Verkäufern von einem der vielen buddhistischen Mönchbedarfsläden beim Feierabendbier(kasten)...


...und zurück im Hostel dauerte es nicht lange und alle plumpsten in ihre Betten, um den Schlaf der Gerechten zu schlafen.
Morgen geht's entweder weiter auf Entdeckungstour durch die Stadt oder bereits Richtung Süden - mal seh'n.

Kommentare:

  1. Ach, da freue ich mich ja, dass Ihr uns wieder mitnehmt in ferne Länder!
    Einen schönen Urlaub wünsche ich Euch!
    Hier scheint auch eine neue Regenzeit angefangen zu haben - nix mehr mit Mittelmeerterrasse...
    LG
    Valomea

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  2. Schön , dass wir wieder dabei sein dürfen. Ich selbst würde solch eine Reise niemals wagen.
    Viele schöne Erlebnisse für euch.
    Winkegrüße Larissa

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