Montag, 15. Oktober 2018

Tag 15 - Back to Bangkok

Wir hatten uns verschiedene Optionen für die letzte Woche überlegt, allerdings dann dazu entschieden, noch einige der vielen Dinge, die man in und um Bangkok sehen und erleben kann in unserer letzten Urlaubswoche wahrzunehmen.


Also hiess es Strecke machen: 3. Klasse, kreisende Deckenventilatoren, weniger Platz als in einer Hamburger U-Bahn (ok, mehr als in der Londoner Tube...), aber dafür jede Menge Kontakt (auch wörtlich) mit den unendlich netten Thais.
Edit Susanne: Sternchen hat sich hier gleich noch über Hinnerks Platz breit gemacht...


Mit von der Partie waren ein herzliches Damen-Quartett, dass uns gegenüber saß...


...und das Geheimnis der kleinen grünen 'Beeren', die wir schon bei andere  Mitreisenden bemerkt hatten, lüftete: Seerosenkerne (?) oder -samen.


Müssen geschält werden, machen dabei schwarze Finger(-nägel) und schmecken wie Haselnüsse und sind gar nicht bitter, wenn man (Hinnerk) vorher den Keim aus der Mitte entfernt...die braun angelaufenen sind noch nussiger/knackiger. ☺
Edit Susanne: Nebenbei haben sie Sternchen noch mit frischen wie gegrillten Bananen "gefüttert" :-D
Und an jedem Bahnhof kamen neue Verkäufer für Essen bzw Trinken in den Zug! 
Ja, die 3. Klasse ist echt ein Erlebniss und nix zum Abnehmen *kicher*

Es ging wieder vorbei an überfluteten Reisfeldern und den nordwärts bereits entdeckten Storchschwärmen/-kolonien.



Vorteil an der Holzklasse (im Gegensatz zum moderneren, klimatisierten Expresszug) ist: man kann die Fenster öffnen bzw. im letzten Wagon an der (natürlich offenen) Hecktür prima Fotos schießen.


Pünktlich gegen halb drei erreichten wir den Hauptbahnhof von Bangkok und waren schon um drei Uhr in unserer Unterkunft (wie schon zu Beginn der Reise) im Stadteil Silom.


Nach kurzem Frischmachen ging es ins Getümmel und den Abend von Bangkok.


Morgen planen wir den kilometerlangen Basar in Chinatown unsicher zu machen. Außerdem stehen ein Ufobesuch, ganz überraschend Märkte und der ein oder andere Tempel auf dem Programm. Vielleicht schaffen wir es auch noch in eine der Rooftop Bars...im wahrsten Sinne des Wortes, da Hinnerk eigentlich keine schicken Klamotten dabei hat... 😂

Sonntag, 14. Oktober 2018

Tag 14 - Auf in den Süden >>> von Chiang Mai nach Phitsanulok

Morgens ging es wieder relativ früh mit dem Taxi zum Bahnhof um den Expresszug kurz vor neun Richtung Bangkok nach Phitsanulok zu bekommen. Der Zug war bereits so stark gebucht, dass wir keine Plätze mehr zusammen bekommen hatten, dafür wenigstens nah beieinander im selben Wagon.
Vorbei an der tollen Landschaft wurde es von Kilometer zu Kilometer konstant wärmer, auch wenn die Klimaanlage dagegen hielt.
Wir kamen pünktlich am frühen Nachmittag in Phitsanulok an und, was sollen wir sagen, es war keine Liebe auf den ersten Blick.


Das Städtchen, was immerhin einen kleinen Flughafen hat und als Sprungbrett für diverse Touren in der Umgebung gilt, präsentierte sich uns eher trostlos und nicht so pulsierend, wie es der Reiseführer versprach. Dafür haben wir den Phitsanulok-Tuktuk-Style kennen gelernt. 
Different city, different Tuktuk...


Die Unterkunft war top, wenn auch zu teuer. Wir wollten uns erstmal die beiden Haupttempel ansehen, was wir zunächst mangels Tuktuk per pedes erledigten. Der örtliche Buddha (also die Hauptstatue) ist über die Stadtgrenzen bekannt und ist Ziel vieler einheimischer Pilger...erwähnten wir bereits, dass es Samstag war...




Auf dem Rückweg wollten wir am Bahnhof direkt die Tickets für die Weiterfahrt morgen ordern. Der nahegelegene Markt war bereits in vollem Gange, so dass wir gleich Essen gehen konnten.


Das hat uns auch wieder etwas mit Phitsanulok versöhnt, denn der Markt und die angebotenen Köstlichkeiten waren wirklich toll (Schweinkrustenbraten-Lady 😍).

Morgen geht's weiter nach Bangkok. 

Samstag, 13. Oktober 2018

Tag 13 - Weißer und blauer Tempel & wunderschöne Landschaft um Chiang Rai

Heute war mal früh(er) aufstehen angesagt: bereits um acht Uhr hatten wir eine Verabredung mit unserem Fahrer, der uns für den heutigen Tag nach Chiang Rai und zurück kutschieren sollte.
Pünktlich ging es los und wir waren beeindruckt von der Schönheit der Landschaft sobald wir das Stadtgebiet von Chiang Mai verlassen hatten.


Auf der sich teilweise im Ausbau befindenden Route, gab es natürlich auch wieder Hingucker in punkto Sicherheit im Straßenverkehr...


Nach einer guten Stunde Fahrt kamen wir an den versprochenen heißen Thermalquellen an, die, nun ja, thaimäßig erschlossen waren: eigentlich war das ganze eine Raststätte mit Souvenirshops und Restaurants/Essenständen.


Dennoch beeindruckend, dem sprudelnden 90°C heissen Wasser zuzuschauen. Wir haben aber vom obligatorischen 'Eier in der Quelle Kochen' abgesehen und sind weiter nach Nordosten gefahren.
Edit Susanne: Hier war nux mut frischer Luft! Könnt ihr euch den Geruch von ca 25944 gekochen Eiern vorstellen? Genau so roch es da *lach*

Landwirtschaft prägt diesen Teil Thailands durch und durch. Im Gegensatz zu den Reisfeldern im Süden, stand hier die Ernte kurz bevor. Mit seinem hochgewachsenen, hellgrünen Gras setzt sich der Reis wunderschön gegen das dunklere Dschungel-Grün ab.


Schließlich erreichten wir gegen Mittag den Weißen Tempel. Was sollen wir sagen...es gab kontroverse Ansichten. Wir konnten uns auf ein viel interpretierbares 'interessant' einigen.

Edit Susanne: Öööhm nee... Ich fand den Tempel klasse! Seeehr künstlerisch, mutig und teilweise haben wir herzlich gelacht!
Allerdings sehe ich "the white temple" auch eher als eine Kunstinstallation... echt toll! und soooo viele Ideen! Leider durfte man innen keine Bilder machen... Da gab es sooo viel zu bestaunen! 



Diese Hände säumten zB die Brücke zum Eingang :-)



... ohne Worte.... aber mit viiiel Spass!


Danach ging es zum sog. Blauen Tempel, dem Wat Rong Seur Ten, den wir alle wiederum sehr schön, wenn auch nicht ganz so gut in Schuss fanden.



Edit Susanne: Auch hier muss ich nochmal was anmerken... Hier fiel es uns mal wieder besonders auf  dass es immer wieder Touristen gibt die sich völlig respektlos gegenüber dem Glauben und den Traditionen verhalten. Ein Tempel ist ein heiliger Ort! Hier geht es nicht darum ein möglichst spektakuläres Selfi zu machen! Frauen müssen Beine und Schultern bedecken! Und ich glaube es fast nicht, dass man ääh ich das echt schreiben muss... ABER Gläubige haben IMMER Vorrang! Es geht einfach nicht sich vor zu drängeln und diese im Gebet zu stören! Bei so viel Missachtung konnten wir nur noch mit den Köpfen schütteln....
Respekt ist das Zauberwort!

Auf dem Rückweg hielte wir noch kurz an einer hippen Raststätte mit Minecraft-Kühen und Aussichtspunkt, um dann Richtung Chiang Mai zurück zu fahren...



...allerdings nicht ohne die ein oder andere Fotochance...



Kurz nach der Rückkehr ist Hinnerk schnell zum Bahnhof gedüst, um die Zugtickets für morgen zu besorgen.
Abends ging es Susanne nicht so gut. Ihr Hals ist wohl etwas durch die diversen Klimaanlagen in Autos, Läden, der Unterkunft, etc. strapaziert. Deswegen ging es erstmal nur für Sternchen und Hinnerk zum Dinner auf den Nachtmarkt. Anschließend sind Susanne und ich aber nochmal los und nach einer kräftigen Nudelsuppe, ging es Ihr auch gleich etwas besser.


Morgen geht unser Zug gegen kurz vor neun Uhr zum nächsten Etappenziel: Phitsanulok. 

Freitag, 12. Oktober 2018

Tag 12 - Silberschmiedviertel & Chinatown die Zweite

Um Sternchen ein wenig Ruhe zu gönnen, haben wir beschlossen den heutigen Tag langsam angehen zu lassen und die Tagestour zum u.a. Weißen Tempel auf morgen zu verschieben.
Das mit dem Langsam-Angehen praktizieren ein paar Locals auch gaaanz vorzüglich...


Gleich um die Ecke unserer Unterkunft beginnt das Viertel/ die Straße der Silberschmiede. Wenn man sich etwas in die kleineren Gassen begibt oder in den vornehmlich Verkaufsläden an der Hauptstraße genau hin hört, kann man ein ständiges Hammerklopfen hören...so wie bei dem Abstieg von Wotan und Loge nach Nibelheim in vielen Rheingoldinszenierungen.
Es sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Betriebe, die aus schlichten Schalen und Blechen kleine Kunstwerke und Reliefs zaubern, indem sie von Musterschablonen aus Papier und teils freihändig das Metall treiben und verzieren.


Die fertigen Werke werden teilweise zu Schleuderpreisen verkauft, was unglaublich ist, wenn man sich die investierte Handarbeit/Zeit vor Augen führt.


Passend zur Silberschmiedinnung findet man gleich zwei "silberne" Tempel im Stadtteil, wobei es sich hier eher um Edelstahl handelt, aber sei's drum.




Edit Susanne: Tsts beim 2. Silbertempel konnte man dann NACHDEM man Eintritt äh eine Spende abgegeben hat dieses lesen...
Na danke auch...
Der Zyklus und das damit verbundene Blut würde die Heiligkeit des Ortes entweihen und deswegen ist Frauen der Zutritt verboten.... hmm ok dann bleib ich eben draussen und schau mich da um...



 Schön gell?


und wenn man genauer schaut...
süüüüss oder???


Ich geb es zu, ich hatte ein fettes Grinse  im Gesicht!
Hinnerk kam dafür etwas verwirrt aus dem Tempel denn da gab es neben der Darstellung der verschiedenen Ozeane auch Ufos zu sehen
;-)
Tja jetzt weiß ich warum Frauen nicht erlaubt waren ;-D


Nachmittags gings nochmal nach Chinatown, da man das ja gar nicht an einem Tag schaffen kann. Highlight waren diesmal die handbestickten Kleidungsstücke im Stil der Lanna (Susanne sagt, das ist 'fabric manipulation')...
Edit Susanne: Genial oder???
Leider war ich dafür etwas zu groß *hüstel*


...und eine Frau, die Knöpfe nach Kundenwünschen mit individuellem Stoff bezogen hat.


Edit Susanne:
nicht zu vergessen das Pompom Paradies



Abends haben wir uns das Maya-Shopping-Center , inklusive Besuch bei Moshi Moshi und den Nachtmarkt an der Uni um die Ecke angesehen.


Eine Weißheit, die schon Hinnerks Opa vertrat, ist scheinbar auch bis nach Asien vorgedrungen...oder kommt sie von hier?


Edit Susanne:
Diese Teile musste ich einfach probieren:-)


Morgen steht dann wirklich der Weiße Tempel auf dem Plan.

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Tag 11 - Chinatown, Warorot Markt & Doi Suthep

Nach einem Smoothy/Lassi-Frühstück zum mitnehmen machten wir uns mit einem Tuktuk auf den Weg nach Chinatown, um die traditionellen Märkte von Chiang Mai zubesuchen.


Es bot sich das gewohnte Bild eines pulsierenden, leicht chaotischen Stadtteils, in dem es keine ruhige Minute zu geben scheint.


Gleich das erste Geschäft okkupierte uns für eine (gefühlte) knappe Stunde. Aber bei Reißverschluss-Meterware kann frau natürlich nicht vorbeigehen. ;-D

Danach ging es durch die Gänge, Tunnel, Hallen und Basare des Warorot-Markts, einem der ältesten Märkte Chiang Mais. Hier gibt es ALLES: Blumen und Plastikpflanzen,...


...frischen Fisch und getrocknete Tintenfische,...


...Chili-Pulver und frischen (!!!) grünen Pfeffer, Süßspeisen und Schlachtfleisch, Legofälschungen und Bambuskörbe, Stoff und Gold, lebende Schildkröten und Singvögel, Gemüse und Obst, Klamotten und Haushaltswaren - einfach ALLES!


Nach so viel Getummel, Gebummel und Laufen und weil wir nunmal in Thailand sind, haben wir uns nachmittags eine Familiensession mit 90-minütiger Thai-Massage gegönnt - DAS war einfach nur genial!


Am späten Nachmittag wurden wir von dem Taxifahrer, mit dem wir gestern bereits nach Doi Inthanon gefahren sind, abgeholt um zum Wat Phra That Doi Suthep, einem Tempel auf dem Hausberg Chiang Mais, zu fahren.


Der Sage nach soll hier ein weißer Elephant des Königs, der ein Schulterknochen des Buddha als Reliquie mit sich trug, den Ort für den Bau des Tempels bestimmt haben.


Wir hatten Glück und konnten die Abendandacht der Mönche miterleben...



...und einen tollen Blick auf das Kloster und das nächtliche Chiang Mai genießen.



Edit Susanne: Während der ganzen Zeit am Tempel hörten wir ein wirklich lautes andauerndes Pfeiffen-piepsen... wir wussten echt nicht was das sein soll!
Schaut mal hier hab ich die Lösung...


neee! 
Natürlich war es nicht Buddha!!
Schaut genauer hin!
Tadaaa diese Monsterviecher!! ca 10cm sind die gross und machen echt Getöse!!


Danach ging es die kurvenreiche Straße wieder zurück an der Universität und dem örtlichen Flughafen vorbei in die Unterkunft. Sternchen ging es heute Abend leider nicht so gut, so dass es Room-Service mit original thailändischem Hühnchen von KFC gab. Danach gings auch schon wieder besser.😊

Je nach Stimmung und Wohlbefinden geht's morgen entweder Richtung Chiang Rai, den Weißen Tempel ansehen oder etwas gemütlicher zu...