Freitag, 12. Oktober 2018

Tag 12 - Silberschmiedviertel & Chinatown die Zweite

Um Sternchen ein wenig Ruhe zu gönnen, haben wir beschlossen den heutigen Tag langsam angehen zu lassen und die Tagestour zum u.a. Weißen Tempel auf morgen zu verschieben.
Das mit dem Langsam-Angehen praktizieren ein paar Locals auch gaaanz vorzüglich...


Gleich um die Ecke unserer Unterkunft beginnt das Viertel/ die Straße der Silberschmiede. Wenn man sich etwas in die kleineren Gassen begibt oder in den vornehmlich Verkaufsläden an der Hauptstraße genau hin hört, kann man ein ständiges Hammerklopfen hören...so wie bei dem Abstieg von Wotan und Loge nach Nibelheim in vielen Rheingoldinszenierungen.
Es sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Betriebe, die aus schlichten Schalen und Blechen kleine Kunstwerke und Reliefs zaubern, indem sie von Musterschablonen aus Papier und teils freihändig das Metall treiben und verzieren.


Die fertigen Werke werden teilweise zu Schleuderpreisen verkauft, was unglaublich ist, wenn man sich die investierte Handarbeit/Zeit vor Augen führt.


Passend zur Silberschmiedinnung findet man gleich zwei "silberne" Tempel im Stadtteil, wobei es sich hier eher um Edelstahl handelt, aber sei's drum.




Edit Susanne: Tsts beim 2. Silbertempel konnte man dann NACHDEM man Eintritt äh eine Spende abgegeben hat dieses lesen...
Na danke auch...
Der Zyklus und das damit verbundene Blut würde die Heiligkeit des Ortes entweihen und deswegen ist Frauen der Zutritt verboten.... hmm ok dann bleib ich eben draussen und schau mich da um...



 Schön gell?


und wenn man genauer schaut...
süüüüss oder???


Ich geb es zu, ich hatte ein fettes Grinse  im Gesicht!
Hinnerk kam dafür etwas verwirrt aus dem Tempel denn da gab es neben der Darstellung der verschiedenen Ozeane auch Ufos zu sehen
;-)
Tja jetzt weiß ich warum Frauen nicht erlaubt waren ;-D


Nachmittags gings nochmal nach Chinatown, da man das ja gar nicht an einem Tag schaffen kann. Highlight waren diesmal die handbestickten Kleidungsstücke im Stil der Lanna (Susanne sagt, das ist 'fabric manipulation')...
Edit Susanne: Genial oder???
Leider war ich dafür etwas zu groß *hüstel*


...und eine Frau, die Knöpfe nach Kundenwünschen mit individuellem Stoff bezogen hat.


Edit Susanne:
nicht zu vergessen das Pompom Paradies



Abends haben wir uns das Maya-Shopping-Center , inklusive Besuch bei Moshi Moshi und den Nachtmarkt an der Uni um die Ecke angesehen.


Eine Weißheit, die schon Hinnerks Opa vertrat, ist scheinbar auch bis nach Asien vorgedrungen...oder kommt sie von hier?


Edit Susanne:
Diese Teile musste ich einfach probieren:-)


Morgen steht dann wirklich der Weiße Tempel auf dem Plan.

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Tag 11 - Chinatown, Warorot Markt & Doi Suthep

Nach einem Smoothy/Lassi-Frühstück zum mitnehmen machten wir uns mit einem Tuktuk auf den Weg nach Chinatown, um die traditionellen Märkte von Chiang Mai zubesuchen.


Es bot sich das gewohnte Bild eines pulsierenden, leicht chaotischen Stadtteils, in dem es keine ruhige Minute zu geben scheint.


Gleich das erste Geschäft okkupierte uns für eine (gefühlte) knappe Stunde. Aber bei Reißverschluss-Meterware kann frau natürlich nicht vorbeigehen. ;-D

Danach ging es durch die Gänge, Tunnel, Hallen und Basare des Warorot-Markts, einem der ältesten Märkte Chiang Mais. Hier gibt es ALLES: Blumen und Plastikpflanzen,...


...frischen Fisch und getrocknete Tintenfische,...


...Chili-Pulver und frischen (!!!) grünen Pfeffer, Süßspeisen und Schlachtfleisch, Legofälschungen und Bambuskörbe, Stoff und Gold, lebende Schildkröten und Singvögel, Gemüse und Obst, Klamotten und Haushaltswaren - einfach ALLES!


Nach so viel Getummel, Gebummel und Laufen und weil wir nunmal in Thailand sind, haben wir uns nachmittags eine Familiensession mit 90-minütiger Thai-Massage gegönnt - DAS war einfach nur genial!


Am späten Nachmittag wurden wir von dem Taxifahrer, mit dem wir gestern bereits nach Doi Inthanon gefahren sind, abgeholt um zum Wat Phra That Doi Suthep, einem Tempel auf dem Hausberg Chiang Mais, zu fahren.


Der Sage nach soll hier ein weißer Elephant des Königs, der ein Schulterknochen des Buddha als Reliquie mit sich trug, den Ort für den Bau des Tempels bestimmt haben.


Wir hatten Glück und konnten die Abendandacht der Mönche miterleben...



...und einen tollen Blick auf das Kloster und das nächtliche Chiang Mai genießen.



Edit Susanne: Während der ganzen Zeit am Tempel hörten wir ein wirklich lautes andauerndes Pfeiffen-piepsen... wir wussten echt nicht was das sein soll!
Schaut mal hier hab ich die Lösung...


neee! 
Natürlich war es nicht Buddha!!
Schaut genauer hin!
Tadaaa diese Monsterviecher!! ca 10cm sind die gross und machen echt Getöse!!


Danach ging es die kurvenreiche Straße wieder zurück an der Universität und dem örtlichen Flughafen vorbei in die Unterkunft. Sternchen ging es heute Abend leider nicht so gut, so dass es Room-Service mit original thailändischem Hühnchen von KFC gab. Danach gings auch schon wieder besser.😊

Je nach Stimmung und Wohlbefinden geht's morgen entweder Richtung Chiang Rai, den Weißen Tempel ansehen oder etwas gemütlicher zu...

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Tag 10 - Der Berg ruft: Doi Inthanon und zurück

Wir hatten noch keine Tour oder ein Vehikel gebucht um von A nach B zu kommen. A ist noch immer Chiang Mai und B war für heute der Doi Inthanon Nationalpark mit gleichnamigem höchsten Berg Thailands inklusive. Da wir keine Lust auf eine pauschale Gruppentour hatten, schwang sich Hinnerk gegen acht Uhr aus dem Bett, um früh in der Stadt das Notwendige bspw. mit Hilfe der TTA - der Thailand Tourist Authority - zu klären. Wir hatten da einen Tipp von einem Australier mit laotischen Wurzeln bekommen: über die TTA sei alles safe, da versichert und kein Nepp etc. Dazu muss man wissen, dass in Chiang Mai an jedem zweiten Geschäft ein großes Schild prangt, auf dem verheißungsvoll 'Tourist Information' beworben wird. Leider verbirgt sich dahinter nur bedingt eine neutrale, nicht kommerzielle Auskunftsabsicht...
Na, jedenfalls war alles vor 9:30 Uhr viel zu früh für diese Stadt, so dass sich lediglich mit ein paar Taxifahrern der für Chiang Mai typischen roten Pick-Up-Taxis - die sog. Songthaews, was so viel wie 'zwei Reihen' bedeutet - auf deren überdachter Ladefläche man sich auf in Fahrtrichtung angebrachten Bänken gegenüber sitzt, über deren Preisvorstellungen ausgetauscht werden konnte. Das Preisniveau wurde auch ungefähr von der TTA bestätigt und nach etwas Handeln hatten wir einen guten Preis für eine am Ende siebeneinhalbstündige Tour vereinbart. Nur zum Vergleich: In Deutschland wäre man dafür mit dem Taxi vielleicht ca. 45 Minuten weit gekommen...


Die knappen 100 km zum Nationalpark vergingen zügig: die Hälfte der Strecke war vom eher städtischen Großraum Chiang Mais geprägt. Am Flughafen, den wir passierten, stieg noch schnell die Frau vom Taxifahrer zu, dann übernahmen  landwirtschaftliche Flächen und Dschungel das Bild. Außerdem wurde es konstant steiler, so dass der Motor des Songthaews röhrte wie ein Schiffsdiesel. Mit steigender Höhe wurde die Außentemperatur immer niedriger: während wir in Chiang Mai bei über 30°C starteten waren es später auf dem Gipfel nur noch 16°C. Für die Thais kommt dies eiszeitliche  Konditionen gleich.


Schließlich erreichten wir das erste Highlight: kurz unterhalb des Gipfels befindet sich eine schön angelegte Anlage mit zwei großen Chedis (Stupas), die die thailändische Luftwaffe jeweils zum 60. Geburtstag des alten Königs (Phra Mahathat Chedi Nophamethanido) und der Königin (Phra Mahathat Chedi Noppholbhumsiri) in den 80er/90er Jahren erbaut hat. Das ganze ist umgeben von einem gut gepflegten Garten mit vielen Blumen, Hecken und einem Teich inklusive Brücke.


Auch wenn wir keinen wolkenlosen Himmel hatten, war die Sicht beeindruckend.


Edit Susanne: Die Ausschilderung für Toilette war auf jeden Fall klar ;-)


Danach ging es zum Gipfel, der eher (erfreulich) schlicht ausfällt.



Auf dem Weg bergabwärts haben wir noch einen Zwischenstopp an einem der größeren Wasserfälle der Region eingelegt, dem Wachirathan Waterfall...


...und ein paar Kühe getroffen, die einfach mal so auf der Bergstraße rum liefen. :-D


Edit Susanne: und so sieht das dann im Auto aus wenn Hinnerk auf gute Bilder lauert ;-)


Schließlich waren wir abends pünktlich zur Essenszeit wieder zurück in der Unterkunft.


Für morgen stehen die traditionellen Märkte im Osten der Stadt am Fluss Mae Nam Ping und ein abendlicher Besuch des Wat Phrathat Doi Suthep auf dem Plan.

Dienstag, 9. Oktober 2018

Tag 9 - Chiang Mai & 'Kartenglück'

Nach leichtem Ausschlafen war heute das Erkunden von Chiang Mai's Altstadt angesagt. Zum Frühstück gab es erstmal einen leckeren Smoothy/Lassi, vom Stand um die Ecke und dann Herzhaftes mit grünem Thaitee auf dem Morgenmarkt gegenüber.


Danach sind wir durch die Straßen geschlendert...





...und haben uns die verschiedenen Tempelanlagen angeschaut,...


...von denen es in Chiang Mai einige kleinere, weniger touristische,...




...als auch größere, deutlich stärker besuchte gibt.


Schließlich haben wir unser Bargeldproblem gelöst: mit Pass, Kreditkarte und gegen Unterschrift gibt es Bath in der Bank of Thailand und unsere Hausbank hat das Limit für die ec/Maestro-Karte hoch gesetzt, so dass auch hier am ATM der Rubel rollt...oder der Bath bollert, um landestypisch zu bleiben. 

Abends...richtig: Nachtmarkt. Diesmal der am Nordtor, wo es eine Chiang Maier Spezialität altstädtischem geben soll: langzeitgegarte Schweinshaxen - neudeutsch würde man von Pulled Pork reden. Es war relativ einfach den richtigen Stand zu finden, da dort am meisten los war. Dazu gab es gedünsteten Weißkohl...quasi Haxen mit Sauerkraut in anderem Aggregatzustand...



Morgen planen wir den Doi Inthanon, den höchsten Berg Thailands, ohne Sauerstoff und nur unter Zuhilfenahme eines Taxis zu besteigen. 😂